Menü überspringen

ITALIENS WICHTIGSTE REBSORTEN

EIN KLEINER SORTENSPIEGEL IN DEN WEINGÄRTEN  -

Die Rebe war bereits vor der Besiedelung durch Menschen im heutigen Italien verbreitet, wie Funde von Kernen der „vitis vinifera“ (europäische Edelrebe) bezeugen. In der Römerzeit wurden die Reben bis weit in den Norden hinauf verbreitet und der Weinbau insgesamt stark ausgedehnt.

Vermutlich gab es in Italien einmal mehr als 1.000 verschiedene Sorten, heute könnten es noch 600 bis 800 sein, aber nachgewiesen sind etwa 260 verschiedene Edelreben. Nach dem Weingesetz wird in jeder Region zwischen den „zugelassenen“ und „empfohlenen“ Sorten unterschieden.

In dem großen Land findet der Weinbau etwa zwischen dem 37. und dem 47. Breitengrad, in sehr unterschiedlichen Klimazonen und auf sehr verschiedenen Bodenformationen statt. Mehr als die Hälfte der italienischen Rebgärten sind in hügeligen Gebieten, etwa 10 Prozent auf Steillagen und der Rest liegt in ebenen Gebieten. Diese sehr unterschiedlichen kleinklimatischen Bedingungen bieten vielen verschiedenen Rebsorten einen idealen Lebensraum.

Die wichtigsten Sorten in einer Rangliste
Auf einer Rebfläche von mehr als 900.000 Hektar werden im Jahr durchschnittlich rund 50.000 bis 56.000 Hektoliter Wein gewonnen. Die Rebsorten mit der größten Verbreitung – wiederum im Jahr 2000 – waren:
 

BEI DEN WEISSWEINEN (die Sorten in den verschiedenen regionalen Spielarten)

TREBBIANO -
Sie hat ihre Verbreitung über fast ganz Italien von Venetien bis nach Süditalien. Meistens mit anderen Sorten in einer Cuvée, in den Abruzzen und teilweise auch in anderen Regionen reinsortig.

CATARRATTO -
Die im Westen von Sizilien vorherrschende Weißweinsorte, die sich an das dortige Klima gut angepasst hat. Oft wird sie mit anderen Sorten verschnitten.

MALVASIA –
Die Sorte wird in verschiedenen Spielarten in ganz Italien angebaut und ist sehr ertragreich. Sie dient als Verschnittsorte für verschiedene Weine. Früher auch für Chianti.

GRILLO, GRECHETTO, MOSCATO BIANCO und weitere Sorten sind in Italiens Weinbergen ebenfalls stark vertreten:


BEI DEN ROTWEINSORTEN

SANGIOVESE –
Als „Piccolo“, „Grosso“ und in anderen Spielraten, ist sie die absolut führende Rotweinsorte Italiens. Ihre Heimat ist wahrscheinlich die Toskana, aber auch nördlich und südlich davon ist die hochgeschätzte Sorte weit verbreitet. Einige der größten und vor allem bekanntesten Weine Italiens werden aus Sangiovese gekeltert.

BARBERA –
Die aus dem Piemont bekannte Sorte, ist die Nummer zwei unter Italiens roten Trauben. Und sie wird nicht nur in ihrer piemontesischen Heimat, sondern auch in der Lombardei und der Emilia-Romagna in großem Stil angebaut.

MERLOT -
Ihre Heimat ist zwar nicht Italien, sondern das französische Bordelais, aber die Sorte ist in Italien – vor allem in den nördlichen Regionen – fest eingebürgert. Sie bringt weiche und oft erstaunlich gute Weine.

MONTEPULCIANO –
Eine namentliche Verwechslung mit dem bekannten toskanischen Weinort ist ihr sicher. Es ist aber eine eigenständige italienische Rebsorte, die in der Region Abruzzen daheim hat. Sie ist aber auch in anderen Regionen nördlich und südlich davon stark verbreitet.

NEGROAMARO (NEGRO AMARO) –
Negro Amaro – „die Schwarze“ – ist vor allem in Apulien auf großen Flächen zu finden und dort ist sie für das wachsende Ansehen der kraftvollen Weine der Region“ mitverantwortlich.

Diese Liste könnte man mit PRIMITIVO, NERO D’AVOLA, AGLIANICO und vielen anderen Sorten fortsetzen. Italien als eines der größten Weinländer der Welt hat natürlich viele berühmte Vertreter in den endlosen Weinbergen.
 

Impressum ǀ Infos laut ECG/MG ǀ Allgemeine Geschäftsbedinungen ǀ made by mediawerk