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UNSERE ERDBEEREN -

DIE FEINEN FRÜCHTE DES FRÜHLINGS

 

In den südlichen Ländern hat die Erdbeerernte längst begonnen. Endlich kommen nun auch die heimischen Früchte auf den Markt. Nachdem die köstlichen Beeren nur beschränkt haltbar sind und die frisch geernteten Früchte das feinste Aroma haben, rentiert es sich, auf die Herkunft genauer zu achten.

 

Die Geschichte der süßen Beeren

Wie historische Funde beweisen, kannte man schon in der Steinzeit die Walderdbeeren. In der Antike gab es die ersten Aufzeichnungen, beispielsweise von Plinius (röm. Schriftsteller 23 n.Chr.). Im Mittelalter wurde die Walderdbeere in Europa auf großen Flächen kultiviert.

 

Nach der Entdeckung Amerikas entdeckten die Franzosen auch eine neue Art von Erdbeeren, welche größer war, als die heimischen Walderdbeeren. Die nach ihrer Farbe benannten Scharlacherdbeeren hatten eine längliche Form und waren sehr aromatisch. Die Engländer fanden eine weitere Sorte mit fast runden Früchten.

 

Neue Sorte durch einen Zufall

Eine kleine Erfolgsgeschichte über Erdbeeren kennt man aus Frankreich: Die heute so beliebten Gartenerdbeeren entstanden Mitte des 18. Jh. ganz zufällig. Dort wurden schon zu jener Zeit zwei verschiedene amerikanische Erdbeer-Arten kultiviert, die in ihrer Heimat jedoch nicht gemeinsam vorkamen. Die großfruchtige, aber relativ geschmacklose „Chile-Erdbeere“ befruchtet die kleine, schon erwähnte und sehr wohlschmeckende „Scharlacherdbeere“. Diese Kreuzung war zwar nicht beabsichtigt, wurde aber ein voller Erfolg, denn die Nachkommen besitzen die guten Eigenschaften beider Eltern in sich. Die Gartenerdbeere als neue Kulturpflanze war geboren.

 

In Mitteleuropa war der Erdbeeranbau zunächst auf Haus- und Schlossgärten beschränkt und erst so nach und nach begann der Feldanbau von Erdbeeren. Der erste kommerzielle Anbau Österreichs begann in Wiesen, im Burgenland um 1870 und die süßen Früchte fanden als „Ananas“ guten Absatz am Wiener Markt.

 

Religiöse Ansichten

Neben den kulinarischen Genüssen bot die „Königin der Beeren“ immer auch Anlass zu religiöser Einsicht: Die dreiteiligen Blätter galten als Symbol der Dreifaltigkeit und waren einst Sinnbild edler Demut und Bescheidenheit und so sollten nach damaliger Meinung, die Früchte auch genossen werden.

 

Heute –

weiß man, dass die Erdbeere – rein botanisch gesehen – zur Familie der Rosengewächse gehört und es gibt es bereits über 1000 Sorten. Angepasst an die Boden- und Klimaverhältnisse, mit unterschiedlichem Aroma und Aussehen. Doch Quantität und Qualität gehen oft leider auseinander: während Erzeuger und Handel große Früchte mit guter Transport-Haltbarkeit wollen, bleibt der feine Geschmack für den Verbraucher manchmal auf der Strecke

 

Die richtige Behandlung

* Erdbeeren sind sehr sensibel, wenn es um Transport und Alter geht. Am besten isst man sie am Tag der Ernte, was nur bei heimischen Früchten möglich ist.

* Wenn ein schneller Verzehr nicht möglich ist, sollte man die Früchte mit Druckstellen und unbeschädigte Früchte aussortieren, nicht übereinander legen und auf jeden Fall kühl lagern.

* Wegen ihrer empfindlichen Oberfläche sollten die Beeren nie unter einem kräftigen Wasserstrahl gereinigt werden. Ein vorsichtiges kurzes Abwaschen in einer Schüssel mit Wasser ist besser.

* Stiele und Blätter werden erst nach dem Waschen entfernt, da sonst Wasser in die Früchte eindringt und das Aroma „verwässern“ kann.

* Wenn man die Früchte Zuckern möchte, sollte man dies erst kurz vor dem Servieren erledigen, da die Erdbeeren ansonsten zu viel Saft verlieren.

 

Nicht nur schmackhaft – auch gesund

* Erdbeeren sind reich an Vitamin C, sie haben sogar mehr davon als Zitronen und Orangen! Schon 125 g Erdbeeren decken den Tagesbedarf an Vitamin C.

* Erdbeeren wirken blutdrucksenkend, fördern die Nierentätigkeit und die Blutbildung.

* Sie sind auch leicht verdaulich und kalorienarm. 100 g haben nur etwa 32 kcal / 134 kJ und 0,4 g Fett.

 

Leider sind manche Menschen gegen Erdbeeren allergisch und bekommen von den wunderbaren Früchten einen Bläschenausschlag.

 

 

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